Fotografie
Mein Sujet ist die Straßenfotografie. Im Gegensatz zur Dokumentarfotografie, die immer etwas festhalten will, ein Zeitdokument erstellen will, das Ereignis selbst in den Mittelpunkt stellt, ist die Straßenfotografie endgültig die Kultur der Flüchtigkeit.
Die „Botschaft“ dieser Bilder ist nicht immer zwingend. Sie verweist nicht unbedingt auf einen mitteilenswerten Zustand. Sie lässt Raum für Interpretationen des Betrachters. Vielleicht ist gerade diese mangelnde Deutlichkeit, das „Schwebende“, das Anonyme, das Beiläufige, ein entscheidendes Wesensmerkmal der Straßenfotografie. Eine hochkomplexe Welt findet in der Straßenfotografie ihre vielgestaltige Spiegelung.
Oft ist die Banalität lakonischer Transporter einer hintergründigen Wirklichkeit. Im Grunde gibt die Straßenfotografie keine Antworten, vielleicht stellt sie nur Fragen.
Sie kommentiert auf sehr subjektive Weise Lebensspuren.
In ihrer höchsten Verdichtung mag sie sogar poetisch sein.