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Streuner oder Flaneur?

Im Herumschweifen mögen sich diese beiden Charaktere ähneln, ihre Voraussetzungen unterscheiden sich.

Den Streuner umgibt etwas Heimatloses, Vertriebenes. Sein Herumziehen ist geprägt von Notwendigkeiten, wie sie sich aus Existenzfragen ergeben. Etwas Unstillbares durchdringt das Wesen, etwas ewig Hungriges. Etwas dauernd zu kurz Gekommenes.

Der Flaneur ist nicht hungrig. Unstillbar vielleicht. Er ist auf ein gewisses „Mehr“ ausgerichtet, bereit und fähig den Augenblick des Genusses anzustreben, zu erkennen und ihm etwas abzugewinnen. Er mag planlos Treiben, aber das Ziel ist Lustgewinn und Verfeinerung, das Durchmessen einer gewissen Tiefe. Das Einsaugen von Wirklichkeit.

So scheint die Wahl, worunter sich der Fotograf verortet fast klar, wer möchte nicht lieber Flaneur sein als Streuner?

Der Flaneur, der Sättigungsbeilagen verschmäht und sich der Haute Cuisine verbunden fühlt ist nett angezogen, ja, eine gewisse Eleganz im Wohlstand ist ihm nicht fremd.

Der Streuner nimmt es, wie es kommt. Er muss beweglich sein und das Zweckmäßige ist ihm näher als das Ästhetische. Am Ende des Tages hat er wieder überlebt.

Und wohin führt uns das? Der Straßenfotograf ist sich darüber im Klaren, das sein Anliegen aus beiden Wesensarten genährt wird. Er muss den Spagat zwischen diesen beiden Welten immer wieder versuchen, denn die Straße ist ein rauer Ort, wenn man sich nicht auf die Boulevards beschränkt und natürlich ist sie das Leben selbst.

Diese Allegorie erfährt einen markanten Zusatzaspekt, wenn die Kamera ins Spiel kommt. Sie ist das Trennende und Verbindende und kann beides gleichzeitig sein. Dem Streuner wird das trennend aggressive näher sein, dem Flaneur der gereifte Frieden.

Und mancher Fotograf, der sich der Dokumentation vom Lebenskampf verschrieben hat, mag die Kamera gar als Schutz zwischen sich und einer nahezu unbeschreiblichen Wirklichkeit empfinden.

Der Kampf ist nicht das Einzige, was die Straße ausmacht. Es ist ebenso Lebensfreude, Vitalität, Gleichgültigkeit.

Es ist die Vermassung des Elends.

Es ist das Vergessen des nicht mehr Brauchbaren, die Verachtung des Unprofitablen, die Konzentration der Unsummen in die Pracht der Macht.

Ein Fotograf wird versuchen, die sich aus seinen Erfahrungen und Erlebnissen ergebende Quersumme in Botschaften entlang seiner eigenen Erkenntnisse zu verdichten. Dann dort liegen seine Fähigkeiten. Keine einfache Aufgabe in einer Welt, in der die Bildbotschaft ein kurzlebiges, löschbares Produkt geworden ist.

Dennoch bleibt die Fotografie ein geeignetes Mittel, um Gesellschaften zu bespiegeln.
Für mich bleiben Fotos wirksam, wenn sie wie ein kraftvolles, eindringliches Wort in einem schönen Gedicht sind – und die richtig guten Bilder sind sogar das Gedicht selbst.

HJ Ellerbrock
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