Hans-Joachim Ellerbrock

Fotografie & Film

Mit dem Film „Blow up“ von Michelangelo Antonioni fing irgendetwas an. Echt cool der David Hemmings, London, geiles Studio, Veruschka von Lehndorff. Sex and drugs and Rock’n’roll. Alle Verheißungen in einem Film und letztlich in einem Beruf, der eigentlich nur funktionieren kann, wenn er Berufung ist. Mit bravem Handwerk war dieses Lebensbild natürlich nicht auszufüllen.

Naiv, hoffnungsvoll und irgendwie unbelastet von einem finanziellem Existenzdruck, wir hatten nichts und brauchten nicht viel, fing ich einfach an.

Geschenkte Rolleiflex, hübsche Freundin, Filme mit einer Körnigkeit jenseits von gut und böse. Aber hochwirksam – sah doch alles wie Absicht aus. Selbst entwickelt, selbst vergrößert, selbst bewundert.

Nein, die Bildmasse, die digitale Inflation, alles weit entfernt, kein Foto-Handy in Sicht, keine Online Labore, kein Photoshop – ein Mindestmaß an Handwerk war schlicht die Voraussetzung für gute Ergebnisse.

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Und dieses Gefühl ! Es war die Macht, einen Gestaltungswillen zu spüren und ihn zu verwirklichen. Keine Sekunde kam der Gedanke an „Objektivität“ auf.

Alles war meins – durch und durch subjektiv, meine Entscheidung, mein Bild, meine Welt.

Gab es Vorbilder? Anfangs nicht. Die Fotogeschichte hat mich im frühen Stadium nicht interessiert. Später, ich war schon an der Hamburger Hochschule für bildende Künste, gab es natürlich die Arbeit an der Geschichte. Gut so. Ich habe durchaus von anderen gelernt.

Robert Frank zum Beispiel, war zutiefst beeindruckend. In seinem legendärem Bildband „The Americans“ hat der Schweizer Fotograf alle Register gezogen, die auch heute noch das Wesen der „Streetphotographie“ ausmachen.

Klar, die Welt ist ein Copyshop und wer behauptet vollkommen unbeeinflusst seinen Weg zu gehen, belügt sich wohl selbst. Die Chance, eine „Handschrift“ zu entwickeln, wird allein durch die heutige Masse an Bildern aber deutlich erschwert, dennoch, sie ist vorhanden. Viel schwerer herauszukristallisieren als vor vielleicht 20 Jahren. Mehr Beharrlichkeit, mehr Geduld, mehr Investition, mehr Besessenheit und letztlich auch ein Mindestmaß an Talent, sind erforderlich.

Das sind die Voraussetzungen auch heute noch „weiße Flecken“ zu finden, wo eigentlich keine mehr sind.

Fotografie

Seit den zwanziger Jahren wurde die Fotografie immer bedeutender als visueller Reflex auf gesellschaftliche Entwicklungen. Fast ein Jahrhundert lang war die Fotografie an handwerkliche Kenntnisse gebunden. Heute hat sich Gestaltung längst von der klassischen handwerklichen Technik entkoppelt.

Film

Fotografie und Film sind merkwürdige Geschwister. Die eine ist hoch konzentriert und von der Wesensart her in der Lage einen Wirklichkeitsausschnitt wirksam zu verdichten. Der Film wiederum muss erzählen.

New York Subway

New York Subway

Kunst

Bilder werden zu neuen „Wirklichkeiten“ montiert. Sie sind manchmal schrill, bunt und unlogisch. Sie sind kitschig und wissen das genau.

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